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	<title>Gordonsblog's Weblog</title>
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		<title>Die Rentiere des Weihnachtsmanns</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 22:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten/short stories]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass der Nikolaus Jahr für Jahr an Weihnachten Geschenke auf seinen grossen Schlitten lädt und seine Rentiere einspannt, um durch die Nacht zu fliegen und den Kindern, die das Jahr über artig gewesen sind, Geschenke zu bringen, ist altbekannt. Wie der Nikolaus jedoch zu seinen Rentieren gekommen ist, weiss heute kaum mehr jemand. Aus diesem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=358&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Nikolaus Jahr für Jahr an Weihnachten Geschenke auf seinen grossen Schlitten lädt und seine Rentiere einspannt, um durch die Nacht zu fliegen und den Kindern, die das Jahr über artig gewesen sind, Geschenke zu bringen, ist altbekannt.</p>
<p>Wie der Nikolaus jedoch zu seinen Rentieren gekommen ist, weiss heute kaum mehr jemand. Aus diesem Grunde will ich diese Geschichte  hier erzählen.</p>
<p>Also – unsere Erzählung führt uns geographisch und zeitlich weit fort. Wir fliegen in Gedanken über Europa, über das Meer, über Grönland zum Nordpol. Auch das Rad der Zeit drehen wir zurück, weiter als das Mittelalter, weiter und weiter bis zum 4. Jahrhundert nach Christus, als der Bischof von Myrra starb und sein Geist zum Nordpol flog und dort zum Sankt Nikolaus wurde.</p>
<p>Wenn wir angekommen sind, wo wir ankommen wollten, werden wir sehen, dass damals, am Anfang, der Nikolaus seine Geschenke selbst anfertigte und verteilte. Doch obschon der Nikolaus schneller als alle anderen laufen konnte, war es für ihn sehr mühsam, alle Geschenke in einem Beutel auf dem Rücken tragend zu Fuss zu verteilen. Deshalb geschah es anfangs oft, dass der Santa Klaus einige Geschenke zu spät ablieferte. Er schaffte es nie, mehr als zwei- oder dreihundert Kinder zu beschenken. Für mehr reichte es einfach nicht. Und sogar wenn er mehr Zeit zum Verteilen gehabt hätte, so hätte er doch nicht mehr Geschenke fortgeben können, da er während des Jahres nicht mehr anfertigen konnte. Das änderte sich erst, als die Wichte, kleine Männlein und Frauchen, die tief unter der Erdoberfläche wohnen, die Not des Weihnachtsmannes sahen, und ihm anboten, ihm zu helfen. Seither besitzt der Nikolaus eine riesige Werkstatt am Nordpol, in der Hunderte von diesen kleinen Erdbewohnern Spielzeug und Gebrauchsgegenstände herstellen.</p>
<p>Der Weihnachtsmann selbst musste sich nun nicht mehr um die  Produktion der Geschenke kümmern; trotzdem war und ist er ein durchaus vielbeschäftigter Mann. So muss er seine Augen und Ohren offen haben, um zu sehen, ob die Kinder artig oder frech und ungezogen sind. Er muss des weiteren die Materialien beschaffen, die seine Helfer zur Herstellung der Geschenke brauchen. Als Chef der Werkstatt hat er die Aufsicht über die Wichte, organisiert und plant, schlichtet Streitereien, prüft die fertigen Geschenke, lobt und tadelt. In den Händen des Weihnachtsmannes laufen alle Fäden der Werkstatt zusammen; er ist es, der dafür sorgt, dass sein Betrieb reibungslos läuft. Ab September trudeln die ersten Wunschlisten ein, und Santa Klaus muss darüber entscheiden, ob der Briefsender das Gewünschte erhalten soll. Dazu holt er sein schweres, goldenes Buch hervor, schlägt unter dem Namen des Kindes nach, das ihm den Wunschzettel geschrieben hat, und sieht aus seinen Einträgen, was das Kind in den vorhergegangenen Monaten Gutes oder Schlechtes getan hat. Je nachdem, was in diesem goldenen Buch vermerkt ist, erhält das Kind, was es sich gewünscht hat – sofern der Wunsch gut und erfüllbar ist. Natürlich ist es schon oft geschehen, dass ein Kind sich etwas Unerfüllbares gewünscht hat: zum Beispiel, dass seine tote Mutter wieder zurückkommt oder dass es viel stärker wird als alle seine Kameraden. Santa Klaus versucht in solchen Fällen, ein passendes Ersatzgeschenk zu finden; zum Beispiel eine kleine Katze für das Kind, das seine Mutter verloren hat oder ein Paar Hanteln für den Jungen, der sich Kraft wünscht. Zum Ärger des Weihnachtsmanns sind unter den Wünschen auch immer einige schlechte. Wenn ein von Natur auf aggressiver Junge sich eine Steinschleuder wünscht oder wenn ein dickes Mädchen, das das ganze Jahr zu viele Süssspeisen isst, Schleckwaren begehrt, so sind das schlechte Wünsche. Auch hier greift der Nikolaus ein. Der Junge wird einen Boxsack unter dem Christbaum finden, an dem er sich abreagieren kann. Dem Mädchen jedoch wird ein Korb voller exotischer Früchte gereicht werden.</p>
<p>Die Anzahl der zu verteilenden Geschenke verfünffachte sich dank der Mitarbeit der hilfsbereiten Wichte binnen kürzester Zeit und wuchs von da an ständig weiter. Bald konnten alle Kinder beschenkt werden, die an den Weihnachtsmann glaubten. Doch durch dieses Ansteigen der Geschenkzahl war das Problem, dass der Santa Klaus zu Fuss zu langsam war, um alle Gaben rechtzeitig auszuhändigen, noch grösser geworden. Ein Transportmittel musste her!</p>
<p>Die Wichte, die für ihr Leben gern tüfteln und neue Dinge erfinden, entwarfen einen Schlitten, mit dem man auf Schnee und Eis gut fahren kann. Bisher hatte der Santa Klaus seine Geschenke vor den Türen der Häuser abgeladen, die Wichte fanden aber, es sei praktischer, wenn er durch den Kamin ins Haus rutschen würde, um dort die Geschenke direkt unter den Weihnachtsbaum zu legen oder in die Strümpfe zu stopfen, die manche Leute im Winter am Kaminsims befestigen, damit sie von der Wärme des Feuers getrocknet werden. Aus diesem Grund  erfanden sie zudem ein Zauberpulver, das den Zugtieren des Schlittens die Fähigkeit zu fliegen verleihen sollte. So weit, so gut, jetzt mussten also nur noch die passenden Tiere gefunden werden, die den Schlitten durch den Himmel ziehen konnten. Der Nikolaus liess einen Aufruf durch die Welt gehen, dass diejenigen Tiere, die diese Arbeit übernehmen wollten, sich melden sollten. In den folgenden Wochen versammelten sich nach und nach unzählige Tiere, die von allen Ecken und Winkeln dieser Welt zum Nordpol gekommen waren, um sich für das Schlittenziehen zu bewerben. Der Santa Klaus war über einen derartigen Andrang ziemlich erstaunt, er hatte nicht damit gerechnet, dass diese Arbeit so begehrt sein würde. St. Nikolaus begutachtete alle Bewerber sorgfältig. Viele Tiere waren jedoch gänzlich ungeeignet. Deshalb wurden zum Beispiel die Giraffen aus Afrika wieder zurückgeschickt, weil ihr langer Hals einen zu grossen Luftwiderstand verursacht hätte. Auch das Nashorn wurde heimgeschickt, weil sein Anblick für die Menschen vielleicht etwas zu furchterregend gewesen wäre. Das Pferd, das in die engere Wahl gekommen war, sonderte man aus, weil es auf einem Probeflug bei der Landung auf den vereisten Hausdächern ausrutschte. Die Wölfe schieden aus, weil sie mit ihrem ständigen Gejaule alle Leute aus ihren Betten geschreckt hätten. Auch der Elefant kam nicht in Frage; unter seinem Gewicht wären die Hausdächer eingebrochen. Am Schluss blieben nur der Eisbär und das Rentier übrig. Der Nikolaus beschloss, ein Wettrennen zu veranstalten und demjenigen den Job zu geben, der auch ohne Zauberpulver schneller war. Das Rennen sollte über eine ziemlich weite Strecke vom Nordpol nach Alaska und wieder zurück führen. Auf das Startsignal preschten die beiden Konkurrenten los, Kopf an Kopf ging es über Schnee und Eis, später durchs Meer bis nach Alaska. Da es dort dichte Wälder gab verhedderte sich jedoch das Rentier, das damals noch ohne Geweih war, in einer Astgabel. Der Eisbär, der von kleinerer Höhe war, rannte problemlos unter dem Geäst hindurch und gewann so an Vorsprung. Das Rentier aber bäumte sich auf und gebärdete sich wie wild, um sich vom Gehölz, das fest seinen Kopf umklammerte, zu befreien. Endlich brach der Ast und das Rentier rannte mit dem seltsamen Kopfputz auf der Stirn, der sich nicht abschütteln liess, weiter. In gestrecktem Galopp preschte es weiter durch den Wald, um den Eisbären wieder einzuholen. Am Wendepunkt drehte es sich behände und lief den Weg, den es gekommen war, zurück. Der Eisbär blieb jedoch ausser Sichtweite. Erst als das Rentier schneller als ein Fisch durch das Meer geschwommen war und schneller als der Wind Grönland durchquert hatte, kam, wenige Kilometer vor dem Ziel, der weisse Bär in Sicht. Das Rentier gab noch einmal sein Bestes, denn es wollte diese Arbeit beim Nikolaus unbedingt bekommen, und schaffte es, drei Meter vor dem Ziel den Eisbären um Kopfeslänge zu überholen. Der Nikolaus lachte über den lustigen Kopfputz des Gewinners und meinte, von nun an sollten alle Rentiere einen solchen Schmuck tragen, damit jeder sie als Sieger dieses Rennens und als Gehilfen des Nikolaus erkennen würde.</p>
<p>So also kam der Santa Klaus zu seinen Rentieren und das Rentier zu seinem Geweih.</p>
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		<title>Der Brief, der nicht ausgetragen wurde</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 21:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten/short stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Russland, 1802: Alexandra hatte das Pech, ihre Eltern nie kennengelernt zu haben, denn sie war eine Waise. Und als solche wuchs sie in einem erbärmlichen Waisenhaus auf. Ohne Liebe, denn für die Ammen, die dort für einen Hungerlohn arbeiteten, waren die Kinder nichts anderes als Ware und dazu noch solche, mit der man nicht sorgfältig [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=356&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Russland, 1802:</p>
<p>Alexandra hatte das Pech, ihre Eltern nie kennengelernt zu haben, denn sie war eine Waise. Und als solche wuchs sie in einem erbärmlichen Waisenhaus auf. Ohne Liebe, denn für die Ammen, die dort für einen Hungerlohn arbeiteten, waren die Kinder nichts anderes als Ware und dazu noch solche, mit der man nicht sorgfältig umzugehen brauchte. Und obwohl Alexandra bei weitem nicht die Qualität und Quantität an Nahrung bekam, die sie als Kind im Wachstum gebraucht hätte, wuchs sie zu einem ungewöhnlich hübschen und gesunden Mädchen heran. Natürlich war sie zu mager und sehr bleich, aber dies trug nur umso mehr zu der Puppenhaftigkeit, ja fast Feenhaftigkeit ihres Aussehens bei. Ihre Gesichtszüge waren so zart, ihr langes, glattes, blondes Haar so fein, ihre Augen so gross und klar, dass ihr jeder, der sie zum ersten Mal sah, bewundernde Blicke zuwarf.</p>
<p>Mit zehn Jahren wurden die Kinder aus dem Waisenhaus ins Leben entlassen und mussten irgendwo Arbeit finden, um nicht Hungers zu sterben. Alexandra fand schon nach wenigen Tagen eine Stelle als Küchenmagd in einer Spelunke, wo sie Gemüse rüsten, Wasser schleppen und putzen musste. Als Gegenleistung bekam sie täglich etwas zu essen und eine winzige Kammer unter dem Dach, wo sie sich zum Schlafen mit einer ausrangierten Matratze und einer Wolldecke begnügen musste. Natürlich war sie nicht glücklich mit ihrer Situation, aber sie beklagte sich auch nicht, denn sie wusste, dass sie Glück gehabt hatte, so schnell eine Stelle zu finden. In ihrer spärlichen Freizeit brachte sie sich selbst Lesen und Schreiben bei, indem sie eine Speisekarte des Restaurants mitlaufen liess und anhand derer die Buchstaben lernte.</p>
<p>Wir wollen uns kurz von Alexandra ab- und einer anderen Person zuwenden. Nämlich Vladimir. Vladimir war ein kecker, aufgestellter Junge, der früh seine Eltern verloren hatte und deshalb bei seinen Grosseltern wohnte. Weil er für sein Alter ausgesprochen kräftig, gut gewachsen und ausserdem fleissig war, nahm ihn ein Schmied in die Lehre.</p>
<p>Einmal nun geschah es, dass ein Gast, der auf seiner Durchreise in eben der Spelunke nächtigte, in der Alexandra ihr tristes Dasein fristete, sein Pferd neu beschlagen lassen musste. Der Meister hiess Vladimir nach getaner Arbeit das Tier in den „Schwarzen Schwan“ zu bringen. Als der Bursche dem Gast meldete, dass sein Pferd mit neuem Hufeisen in Stall stehe, bekam er ein wunderschönes Mädchen zu Gesicht, wie er noch nie eins gesehen hatte. Das Mädchen räumte gerade schmutziges Geschirr von den Tischen und schien Vladimir überhaupt nicht zu bemerken, doch um den Jungen war es von diesem Augenblick an geschehen. Er dachte Stunde für Stunde an die unbekannte Schöne und suchte, wenn immer möglich, nach einem Vorwand, um im „Schwarzen Schwan“ aufzutauchen. So verging ein Jahr. Vladimir hatte inzwischen herausgefunden, wie seine Angebetete hiess und dass sie ein Jahr jünger war als er. Aber er hatte nie den Mut oder die Gelegenheit gehabt, sie anzusprechen.</p>
<p>Die Chance seines Lebens erhielt Vladimir an einem kalten Herbsttag, als er im „Schwarzen Schwan“ von seinem Lohn einen Tee kaufte und ihn am hinteren Ende der Bar schlürfte, von wo aus er die ganze überfüllte Spelunke überblicken konnte, schlürfte. Alexandra balancierte einen Stapel Teller in Richtung Küche, als sie über eine am Boden liegende Reisetasche stolperte, ihr Gleichgewicht verlor und gegen Vladimir prallte, der dadurch seinen Tee auf sein Hemd verschüttete.</p>
<p>„O das tut mir schrecklich Leid. Wie ungeschickt von mir! Du hast dich sicher verbrannt, kochend heiss wie der Tee war. &#8211; Komm mit mir in meine Kammer, damit ich dir ein anderes Hemd leihen kann, denn deins kannst du unmöglich länger tragen“, forderte Alexandra den Jungen auf, stellte die Teller schnell in die Küche und nahm den schüchternen, sprachlosen Vladimir an der Hand, um ihn in den ersten Stock der Schenke zu führen.</p>
<p>In ihrer Kammer knöpfte sie ihm das Hemd auf, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt und half ihm danach in ein altes, zerlöchertes Männerhemd, das sie aus ihrem Wandschrank geklaubt hatte.</p>
<p>„Dein beflecktes Hemd wasch ich dir. Du kannst es morgen bei mir abholen“, sagte Alexandra und weil Vladimir noch immer nichts sagte, fügte sie hinzu: „Sag mal, kannst du eigentlich auch reden oder hat man dir die Zunge rausgeschnitten?“</p>
<p>Der Junge murmelte unverständlich etwas vor sich hin und lief rot an: „Ich&#8230;, ich&#8230;, ich muss dir etwas gestehen. Ich&#8230;liebe dich!“</p>
<p>Alexandra schaute ihn erstaunt und belustigt zugleich an.</p>
<p>„Wie kannst du mich lieben?“, fragte sie. „Du kennst mich doch gar nicht!“</p>
<p>„Oh doch“, schrie der Bursche, in seiner Ehre beleidigt, „ich kenne dich sehr gut, ich beobachte dich seit über einem Jahr.“</p>
<p>„Na gut, aber indem du mich beobachtest, kennst du mich noch lange nicht“, erwiderte das Mädchen lachend.</p>
<p>„Du glaubst, ich meine nicht ernst, was ich sage? Ich werde dir beweisen, wie sehr ich dich liebe. Warte nur, du wirst schon sehen!“</p>
<p>Und er rauschte gekränkt aus ihrer Kammer.</p>
<p>Vom nächsten Tag an erhielt Alexandra regelmässig Briefe von Vladimir, in denen er seine Liebe zu ihr beteuerte. Manchmal dichtete er etwas oder beschrieb einfach, wie leer sein Leben ohne diese Liebe gewesen war. Ab und zu brachte er ihr Blumen oder kleine Geschenke. Alexandra genoss es, so umworben zu werden, und es dauerte nicht lange, bis sie sich in den durchaus nicht schlecht aussehenden Burschen verliebte.</p>
<p>Von diesem Zeitpunkt an verbrachten die beiden jede freie Minute miteinander. Sie erzählten sich von ihrer Kindheit, spazierten durch die weiten Wälder Russlands, tanzten engumschlungen in Alexandras Kammer oder lagen sich einfach nur still und glücklich in den Armen. Vladimir gab Alexandra das Gefühl gebraucht zu werden, er ersetzte das Leere und Sinnlose in ihrem Leben durch Liebe und Geborgenheit.</p>
<p>Alexandra war zum ersten Mal richtig glücklich, und dafür war sie sehr dankbar. Und Vladimirs Zuneigung flaute mit der Zeit nicht etwa ab, sondern wurde &#8211; im Gegenteil &#8211; von Tag zu Tag stärker. Als Zeichen ihrer Liebe ritzten sich die beiden sogar einmal die Haut an den Handgelenken auf, drückten das Blut hervor und pressten die Wunden aufeinander, auf dass ihr Blut sich vermische und sie von nun an ein Wesen seien.</p>
<p>So zogen in Glückseligkeit zwei Jahre ins Land.</p>
<p>Eines Abends im November wollte Vladimir Alexandra in ihrer Kammer besuchen. Er durchquerte die Zeche mit ihren johlenden Gästen und stieg in der hinteren Ecke die schmale Treppe hinauf, die zu Alexandras Zimmer führte. Vor ihrer Tür angekommen, hörte er erstickte Laute. Vladimir lauschte eine Weile, bis er voller Angst die Tür öffnete. Und sein Herz blieb ob dem, was er sah, stehen. Der Wirtshausbesitzer, der schon lange ein Auge auf Alexandra geworfen hatte, lag auf ihr und küsste ihre entblössten Brüste. Den Mund hatte er ihr mit einem Tuch zugebunden, damit sie niemand hören konnte, wenn sie schrie. Ihre Arme hielt er mit seinen grossen, starken Händen fest, weshalb sie sich nicht befreien konnte, so sehr sie sich auch anstrengte.</p>
<p>Vladimir reagierte so, wie wohl jeder andere liebestrunkene Mann reagiert hätte: er packte den hölzernen Stuhl, der neben der Bettmatratze stand, und schlug ihn voller Wucht auf den Schädel des Wirtes, der in seiner Lust nicht bemerkt hatte, dass jemand das Zimmer betreten hatte. Der Stuhl zerbrach in Tausend Splitter. Und der Wirt? &#8211; Der lag unbeweglich über dem zappelnden Mädchen; an seinem Hinterkopf klaffte eine Wunde.</p>
<p>Vladimir holte seine Freundin unter dem schweren Körper hervor, löste ihre Mundbinde und nahm das zitternde Mädchen in seine Arme. Alexandra weinte und war vollkommen verstört. Ihr Retter strich ihr über das zerzauste Haar und sprach ihr beruhigend zu. Alexandra stammelte etwas Unverständliches, doch der Junge legte ihr zärtlich den Zeigefinger auf den Mund und sagte: „Psst! Sprich jetzt nicht. Es ist alles gut. Ich bin ja bei dir. Ich bin bei dir.“</p>
<p>Nachdem sich Alexandra ein wenig von ihrem Schock erholt und sich die Tränen getrocknet hatte, untersuchte Vladimir vorsichtig die Wunde des Wirts, die sehr ernst aussah. Vladimir presste schliesslich seinen Daumen auf die Schlagader am Handgelenk, doch er konnte, so sehr er sich auch bemühte, keinen Puls ausmachen.</p>
<p>„Er ist tot!“, rief er voller Entsetzen aus. „Ich habe ihn getötet!“</p>
<p>Die Farbe wich vollends aus seinem Gesicht, als er sich vorstellte, was man mit ihm machen würde, wenn auskäme, dass er den Wirt ermordet hatte.</p>
<p>„Wir müssen von hier verschwinden. Wenn wir bleiben, sind wir unseres Lebens nicht mehr sicher. Niemand wird uns glauben, dass es Notwehr war. Komm, wir müssen weit fort von hier, wo uns niemand kennt und wo wir ein neues Leben beginnen können.“</p>
<p>Er packte die verschüchterte junge Frau am Arm und zog sie, sobald sie ihre wenigen Kleider in einen Sack gestopft hatte, aus dem Raum.</p>
<p>Sie verabschiedeten sich von niemandem; Vladimir schlich sich nur noch schnell ins Haus seiner Grosseltern, um etwas Proviant und einige Decken einzupacken.</p>
<p>Mit dieser geringen Ausstattung ausgerüstet, zogen sie in die tiefen Wälder Russlands.</p>
<p>Ein blasser, runder Mond und unendlich viele Sterne leuchteten ihnen den Weg durch die düstere, verschneite Landschaft. Der Schnee war so hoch, dass sie nur mühsam vorwärts kamen. Die Nacht war kalt und grausam und liess sie bis ins Knochenmark frieren. Gespenstische Schatten huschten umher, in denen die beiden ihre Häscher zu erkennen glaubten. Sie wanderten die ganze Nacht</p>
<p>hindurch. Und als der Morgen in einem fahlen Licht dämmerte, legten sie im Schutze eines Buschwerks eine Rast ein. Sie massierten sich gegenseitig die steifen Glieder und assen ein Stück Brot. Alexandra fielen vor Müdigkeit die Augen zu, doch Vladimir rüttelte sie wach und zerrte sie wieder auf die Beine.</p>
<p>„Komm! Komm weiter. Wenn wir hierbleiben und einschlafen, erfrieren wir.“</p>
<p>So setzten sie ihren Marsch bis zur Mittagszeit fort und wechselten sich dann mit der Wache ab, damit jeder ein paar Stunden schlafen konnte.</p>
<p>Nachdem sie sieben Tage gegangen waren und wegen mangelnden Schlafes und Essens und der fast unaushaltbaren Kälte mehr tot als lebendig waren, sahen sie in einiger Entfernung eine Ansammlung von Lichtern.</p>
<p>„Ein Dorf! Dort vorne ist ein Dorf!“, schrie Vladimir und schöpfte neue Energie. Doch Alexandra war inzwischen dermassen geschwächt, dass sie zusammenbrach. Vladimir rieb ihr Gesicht, doch das nützte nichts mehr. So blieb dem jungen Mann nichts anderes übrig, als seine Liebste auf die Schultern zu packen und ins Dorf zu tragen.</p>
<p>Natalija war Schneidermeisterin und für ihr gutes Herz bekannt. So verwundert es nicht, dass sie, als sie sah, wie ein magerer Junge eine leichenblasse Gestalt auf dem Rücken trug, aus ihrem Schneideratelier gerannt kam, um die beiden bei sich aufzunehmen. Sie bereitete ein heisses Bad, damit sie sich etwas aufwärmen konnten und hüllte dann Alexandra auf einem Bett in warme Decken. Das Mädchen hatte hohes Fieber, und es war nicht sicher, ob es überleben würde.</p>
<p>Natalija kochte eine heisse Gemüsesuppe für die Zwei und drang Vladimir, seine Geschichte zu erzählen. Dieser erzählte, sie seien auf der Durchreise von Banditen überfallen und ausgeraubt worden und hätten den Rest des Weges ohne Pferde zurücklegen müssen.</p>
<p>Natalija, die vom Schicksal der beiden sehr berührt war, verschaffte Vladimir eine Stelle beim Dorfschmied.</p>
<p>Alexandra genas langsam, ihr Fieber und ihr Keuchhusten waren auch nach Tagen noch sehr besorgniserregend. Hinzu kam, dass man im Dorf nicht über die Medikamente verfügte, die sie gebraucht hätte. Vladimir sass jeden Abend an ihrem Krankenbett, sprach ihr ruhig zu, wechselte ihre Fieberumschläge und tupfte ihr den Schweiss von der Stirn.</p>
<p>Eine Woche nach ihrer Ankunft wollte es der Zufall, dass ein sehr wohlhabender Mann ins Dorf geritten kam und einen abgefallenen Knopf an seinem Jackett angenäht haben musste. Er begab sich also in das Schneideratelier von Natalija und sah dort Alexandra, von deren Schönheit und Zerbrechlichkeit er sofort</p>
<p>fasziniert war. Er fragte die Schneiderin und Vladimir über die schöne Kranke aus und erfuhr auf diesem Wege, dass Alexandra sogar Lesen und Schreiben konnte, was ihn stark beeindruckte, da dies für eine einfache Frau mehr als ungewöhnlich war. Es dauerte nicht lange und der fremde Edelmann bot sich an, Alexandra als seine Frau auf sein Gut zu bringen, wo es gute Ärzte gab, die sich um sie kümmern konnten. Vladimir war über diesen Vorschlag zuerst empört, sah dann aber ein, dass dies die einzige Möglichkeit war, dass sie wieder gesund würde. Schweren Herzens überredete er Alexandra und versprach ihr, immer zu schreiben.</p>
<p>Am nächsten Tag liess der reiche Herr eine Kutsche mit Fellen ausstatten, in die er seine zukünftige Frau vorsichtig packte, damit sie auf der Reise nicht frieren musste. Vladimir fiel es schwer, sie gehen zu lassen, aber er wusste, dass er sie freigeben musste, um ihr das Leben zu retten.</p>
<p>In den folgenden Monaten schrieben sich die beiden Unglücklichen heimlich Briefe, die sie durch einen Boten austragen liessen. Alexandra berichtete, dass es ihr seit ihrer Ankunft im Herrschaftshaus ihres Gönners von Tag zu Tag besser ginge. Sie schrieb auch, dass ihr frischbackener Gatte sie sehr verwöhne, ihr jeden Wunsch von den Augen ablese. Allerdings vergass sie nie, ihre Liebe zu Vladimir zu beteuern und wie sehr sie ihn vermisse. Vladimir seinerseits schrieb von der unsagbaren Sehnsucht, die seine Seele verzehrte, von der Liebe, die ihm so sehr auf der Brust brannte, dass er am liebsten schreien wollte. Und er erzählte von seiner zerstörerischen Eifersucht, die ihn kaum schlafen liess.</p>
<p>So verging mehr als ein Jahr und Vladimir wusste, dass er ziemlich genau alle vier Wochen einen Brief von seiner Liebsten bekam, mit der er sich bald einmal im Geheimen treffen wollte. Vladimir erwartete also in den nächsten Tagen eine Antwort, doch sie kam nicht. Jeden Abend fragte er sich, warum sie ihm nicht schrieb und jedes Mal kam er auf dieselbe Antwort: dass sie ihn nicht mehr liebte, weil sie sich in ihren Ehemann verliebt hatte. Dieser Gedanke machte ihn rasend vor Schmerz und Wut, und deshalb beschloss er drei Wochen nach dem Datum, an dem der Brief hätte kommen sollen, dass er Alexandra gleich persönlich zur Rede stellen wollte. Er packte also seinen Beutel und machte sich auf den Weg. Natalija hatte ihn von diesem Vorhaben abhalten wollen, denn im Dezember war es extrem gefährlich, zu Fuss eine weite Strecke zurückzulegen. Doch Vladimir war so verbissen in die Idee seiner verlorenen Liebe, dass er alle Ratschläge in den Wind schlug.</p>
<p>Die Wetterverhältnisse waren schlecht und es geschah am zweiten Tag seines Marsches, dass Vladimir fernab von jeglicher Zivilisation in einen Schneesturm geriet und die Orientierung verlor. Nach sechs Tagen erfolglosen Umherstreifens waren seine Vorräte aufgebraucht, denn eigentlich hätte er dann die Stadt, in der seine Angebetete wohnte, erreicht haben müssen. Doch rings um Vladimir war</p>
<p>nichts als tiefster Schnee und bedrohlich wirkende Bäume. Weit und breit nicht die geringste Spur einer menschlichen Behausung. Nach drei weiteren Tagen gingen ihm die Streichhölzer aus. Jetzt wusste er, dass er verloren war, wenn nicht ein Wunder geschah. Er schleppte sich noch einige Stunden weiter, in der verzweifelten Hoffnung, doch noch auf Menschen zu treffen, doch schliesslich versagten ihm seine Beine ihren Dienst, und er sank in sich zusammen. Auf der kalten, glitzernden Schneedecke blieb er regungslos liegen und schlief bald darauf vor Erschöpfung ein. Und mit dem Schlaf kam der Tod.</p>
<p>Ein eisiger Windhauch wehte über den bläulich verfärbten Körper und trug Vladimirs Seele mit sich fort.</p>
<p>Alexandra inzwischen verwunderte sich, dass sie noch keinen Brief von ihrem Liebsten bekommen hatte. Sie wartete fast einen weiteren Monat, bevor sie einen zweiten Brief schickte, auf den sie von Natalija zur Antwort bekam, dass sich Vladimir schon vor über zwei Monaten aufgemacht habe, sie zu besuchen; ob er denn nicht angekommen sei? Alexandra war natürlich ob dieser Antwort zutiefst beunruhigt. Sie gestand ihrem Mann ihre heimliche Liebe zu Vladimir und drängte ihn, eine Suchaktion zu starten. Tatsächlich wurde Vladimirs Leiche wenige Wochen später gefunden und geborgen. Ausserdem kam aus, dass der Bote Alexandras ersten Brief verloren hatte und sich aus Angst vor Bestrafung nicht getraut hatte, Vladimir oder Alexandra davon zu berichten. Die junge Frau bereitete daraufhin ihrem Leben ebenfalls ein Ende, indem sie sich in einen der eisigen Flüsse Russlands stürzte. Ihr Mann jedoch heiratete später wieder und lebte glücklich bis an sein Lebensende.</p>
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		<title>Safina und Serun oder Das Mädchen in der Glaskugel</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 21:50:28 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Kurzgeschichten/short stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder einmal so weit. Weihnachten steht vor der Tür. Die Menschen kaufen Weihnachtsschmuck in den von bunten Kugeln, Girlanden, Engelshaar und Kerzen auseinanderberstenden Kaufhäusern; die Kinder singen auf dem Weg zur Schule „Oh du fröhliche“ und schleichen sich zwischendurch auf leisen Sohlen in den Keller, um dort nach Päckchen zu stöbern, auf denen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=354&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder einmal so weit. Weihnachten steht vor der Tür. Die Menschen kaufen Weihnachtsschmuck in den von bunten Kugeln, Girlanden, Engelshaar und Kerzen auseinanderberstenden Kaufhäusern; die Kinder singen auf dem Weg zur Schule „Oh du fröhliche“ und schleichen sich zwischendurch auf leisen Sohlen in den Keller, um dort nach Päckchen zu stöbern, auf denen verheissungsvoll ihre Namen stehen.  An den Fassaden der Häuser klettern rot gekleidete Santas empor; die Strassen der Städte sind in der Nacht beleuchtet mit Tausenden von Lichtern. Aus den Küchen strömt der Duft von Lebkuchengewürz und frisch gebackenen Zimtsternen, Aniskrapfen und Mandelgebäcken; die Männer decken sich mit gutem Wein ein, damit die Gäste in der Heiligen Nacht nicht auf dem Trockenen sitzen. Tja, so schön das Weihnachtsfest ist, so viel gibt es zu tun. Da werden Geschenke mehr oder weniger kunstvoll verpackt, da muss das Bäumchen geschmückt werden, da&#8230;&#8230;- doch halt, was sagte ich eben: das Bäumchen muss geschmückt werden? &#8211; Natürlich! Es steht ausser Zweifel, dass ohne Weinachtsbaum alles nur halb so toll ist. Das Bäumchen hat seinen festen Platz im Brauchtum des Weihnachtfeierns. Doch &#8211; wenn wir dieser uralten Tradition bis heute gefolgt sind, sollten wir dann nicht auch wissen, woher sie kommt, diese Tradition, die so gewichtig ist, dass ohne sie beim Feiern keine richtige Stimmung aufkommt? Nun, ich will sie euch erzählen, die Geschichte des Christbaums, die zugleich die vergessene Geschichte von Safina und Serun ist. Macht es euch bequem und lauscht meiner Stimme, die euch an diesem kalten Dezembertag die Herzen wärmen wird mit einer Geschichte aus einem fernen Land aus einer fernen Zeit, wo noch vieles anders war&#8230;&#8230;</p>
<p>Safina war eine junge Frau, die mit ihren Eltern am Rande eines grossen Nadelwaldes lebte. Safina war kein verwöhntes Mädchen, ihre Eltern waren einfache Leute ohne viel Besitz. Deshalb verkaufte sie Beeren und Pilze, die sie im finsteren Wald, in den sich kaum jemand traute, sammelte. Die Dorfbewohner erzählten sich von einer bösen Hexe, die dort ihr Unwesen trieb. Safina waren diese Gerüchte nur recht, denn so war sie die einzige, die die Früchte des Waldes pflückte, und niemand machte ihr das sowieso schon karge Geschäft streitig. Safinas Handel blühte leider nie so recht. Da die Dorfbewohner allesamt keine reichen Leute waren, kauften sie, was sie wirklich zum Leben brauchten: Salz, Mehl, sättigende Knollen. Beeren und Pilze waren eher eine Delikatesse und füllten den Bauch kaum. So verkaufte Safina oft nur etwas, wenn einer aus dem Dorf im Glücksspiel gewonnen hatte, wenn ein Fest anstand oder wenn es eine barmherzige Seele gut mit ihr meinte. Die Einahmen, die das Mädchen machte, reichten gerade aus, um für sich und seine Familie die notwendigen Grundnahrungsmittel und für den Winter eine Decke oder ein Paar Handschuhe und eine Mütze zu besorgen. Doch obwohl Safina Grund genug dazu gehabt hätte, mit ihrem Leben unzufrieden zu sein, war sie es nicht. Sie verrichtete ihre Arbeiten ohne zu klagen und schätzte sich glücklich, ihre Eltern noch um sich zu haben, denn das war nicht selbstverständlich. Wie viele Menschen hatte die klirrende Strenge des Winters schon dahingerafft! Dazu kam, dass die junge Frau sehr verliebt war und zwar in ihren Verlobten Serun. Und wie man ja weiss, vermag die Liebe Wunder zu bewirken. So verleiht sie den einen Flügel, den anderen färbt sie die Welt rosarot; aus Knechten macht sie Könige und Leidtragenden macht sie das Leid erträglicher. Safina freute sich ganz besonders auf den Weihnachtsabend, denn dann kam ihr Geliebter und würde mit ihr und ihren Eltern den schönsten Tag des Jahres feiern. Safina hatte eine alte Vase verkauft, die sie von ihrer Grossmutter geerbt hatte, und hatte dafür Mandelkonfekt erworben, mit dem sie an diesem Abend ihre Liebsten überraschen wollte, denn Mandelkonfekt war etwas sehr Besonderes. Aber bevor es so weit war, mussten noch viele Arbeiten erledigt werden. Um das Weihnachtsessen zu kochen musste sie Wasser aus dem See im Wald holen. Sie schnappte sich die beiden Eimer mit den hölzernen Deckeln, die ein Verschütten des Inhalts unmöglich machten, und ging pfeifend in den Wald. Mit jedem Schritt wurde der Wald dichter und schwärzer, verlor sich das fahle Licht der matten Wintersonne mehr. Safina schlenkerte ihre Eimer und war voller Vorfreude für den Abend. Sie bemerkte nicht, dass sie auf ihrem Weg beobachtet wurde. Wie hätte sie das auch merken können, sie war es sich seit Jahren gewohnt, der einzige Mensch zwischen diesen hohen, düsteren Bäumen zu sein. Weshalb hätte sie also argwöhnisch sein sollen? Safina pfiff ahnungslos vor sich hin und stellte sich vor, der Nebel, der auf Augenhöhe zwischen den Stämmen hing, sei glitzernder Sternenstaub. Nach einiger Zeit kam sie zum See, aus dem sie jeden Tag Wasser schöpfte. Für die Körperpflege genügte das Wasser aus dem Bach, das etwas schlammig schmeckte, zum Kochen und Trinken jedoch verwendete die Familie Safinas nur das Wasser aus diesem See, das auf wunderbare Weise so klar und frisch war wie das eines Bergquells. Die junge Frau kniete sich auf der weichen Mooszunge nieder, die in den See leckte, und füllte ihre Eimer mit dem kalten Nass. Wie sie das tat, fiel plötzlich von hinten ein Schatten über sie, packte sie augenblicklich an den Armen und riss sie empor in die Lüfte. In rasendem Tempo flitzte die Hexe mit ihrem Opfer zwischen den Baumstämmen hindurch. Safina wusste nicht, wie ihr geschah, ihr schwindelte von der ungeheuerlichen Geschwindigkeit, und die Angst hatte pfeilschnell von ihr Besitz ergriffen. Ihre Glieder waren starr, sie vermochte keinen vernünftigen Gedanken mehr zu fassen, und Panik pochte in ihren Schläfen. Nach Minuten der Qual war der Flug endlich zu Ende. Die Entführerin landete mit dem Mädchen vor einer Holzhütte mitten in diesem finsteren Wald. Safina drehte sich zu ihrer Entführerin um und erschrak ob deren hässlichem Aussehen. Eine knollige Nase ragte aus einem runzligen, alten Gesicht. Die Augen waren gross und stechend, das Haar schütter und strähnig. Ihr magerer Körper war in ein sackartiges Leinentuch gewickelt, was sie aussehen liess wie eine Bettlerin. Die Alte stiess Safina vor sich her in die Hütte. Dann warf sie ihr einen Besen vor die Füsse, fasste sie scharf ins Auge und sagte: „Das Mädel, das ich vor Jahren entführt habe und das all die Zeit für mich gearbeitet hat, ist vor wenigen Tagen am Waldfieber gestorben, du wirst nun an ihre Stelle treten. Erledigst du deine Arbeiten wohl und zu meiner Zufriedenheit, so werde ich dir gestatten, des Nachts zu schlafen und ab und zu ein Stück Brotrinde oder  Käse zu essen. Bist du aber unartig oder versuchst gar, mich hinters Licht zu führen, dann soll es dir wahrlich schlecht ergehen. Nun, die Wahl liegt bei dir. Falls du dich dazu entschliesst, mir zu Diensten zu stehen, dann kannst du gleich damit beginnen, den Fussboden zu kehren. Danach muss Holz gehackt, die Wände geschrubbt, mein Bett gemacht werden. Wenn du damit fertig bist, machst du mir etwas zu essen.“</p>
<p>Safina getraute sich nicht, etwas zu sagen. Dies alles kam ihr wie ein Alptraum vor. Sie überlegte kurz, was sie tun sollte, hob schliesslich den Besen auf und begann mit dem Säubern des Fussbodens, denn sie hielt es für das Beste, erst einmal zu tun, was die Hexe verlangte. Das böse Weib aber liess sie nie aus den Augen, verfolgte sie auf Schritt und Tritt, um sicherzugehen, dass sie nicht fliehen würde. Safina schuftete, bis der Mond am Himmel stand, dann erst führte sie die Hexe in ein kleines Nebenkämmerchen, in dem ein prächtiger Tannenbaum stand. An seinen Ästen hingen farbige Glaskugeln, was den Baum richtig strahlend aussehen liess. Die Hexe zauberte Safina mit einem kurzen, zischelnden Zauberspruch in eine der Kugeln hinein. Dies sollte ihre Schlafstätte für die Nacht sein. Schlafstätte und Gefängnis in einem.</p>
<p>Man kann sich vorstellen, wie sich die Eltern von Safina um ihre Tochter besorgten, nachdem diese nicht mehr nach Hause zurückgekehrt war und in welche Aufregung auch Serun geriet, der schon lange zur Weihnachtsfeier eingetroffen war und von den Eltern Bescheid erhalten hatte über das Verschwinden seiner Verlobten. Serun liess es sich nicht nehmen, sich auf die Suche nach Safina zu machen.  Der junge Mann kämpfte sich durch den finsteren Wald, irrte von Westen nach Osten, bis er endlich den See im Mondlicht silbern glitzern sah. Er fand jedoch nichts als die beiden Eimer, die am Ufer liegen geblieben waren. Verzweifelt suchte der Mann das Bord nach weiteren Spuren ab, kniff, nachdem er nichts hatte ausmachen können, die Augen zu einem schmalen Schlitz zusammen und spähte so in alle Richtungen. Aber so sehr er sich auch bemühte, er konnte nichts erkennen, was ihn auf die Spur Safinas gebracht hätte. Entmutigt setzte er sich auf den feuchten, moosigen Boden und sann darüber nach, was er tun sollte. Da hörte er auf einmal den Ruf einer Eule über sich. Er erhob sich und schritt zu dem Baum, auf dem das Tier sass, um es zu betrachten. Die Eule drehte ihren Kopf nach links, dann nach rechts, fixierte den Menschen unter ihr mit ihren grossen, runden Augen, stiess nochmals einen Ruf aus und flog dann in nordwestliche Richtung. Serun verspürte auf seltsame Weise den Drang, dem Vogel der Nacht zu folgen. Er lief der Eule nach durch ein dunkles Dickicht von Tannen und anderen Nadelbäumen, stolperte über Wurzeln und Steine, bis endlich, nach anstrengendem Lauf, sich ein Hüttchen aus dem Schwarz der Nacht abhob. Serun blieb keuchend stehen. Sein Brustkorb hob und senkte sich in kurzen Abständen, er stiess die Luft gepresst und schnell aus dem Munde. Die Eule flatterte um ihn herum, füllte ihre Krallen mit kleinen Zweigchen, die auf dem Boden lagen, und landete damit auf einem grossen, flachen Stein in der Nähe. Die Ästchen legte sie vor sich auf den Stein und begann, sie so zu arrangieren, dass Worte entstanden. Nach einiger Zeit konnte Serun lesen, was der geheimnisvolle Vogel deutlich machen wollte. Nur eine ist die deine, stand dort. Der junge Mann verstand zwar nicht, was die Eule damit meinte, bedankte sich aber mit einem Kopfnicken und schlich sich zum Haus. Durch ein Fenster konnte er direkt in die Stube blicken, wo die hässliche Alte auf einer weich gepolsterten Pritsche tief und fest schlief. Serun öffnete die Tür und betrat den Raum, der mit dem Licht einer Kerze spährlich erhellt war. So leise wie nur irgend möglich ging er in der Kammer auf und ab und hielt Ausschau nach Safina. Als er sie nirgends entdecken konnte, ging er durch eine zweite Tür in das Nebenzimmer mit dem Tannenbaum. Von der Schönheit dieses Baumes entzückt, blieb er einen Moment stehen und betrachtete ihn in stiller Wonne. Als er ihn sich genauer ansah, bemerkte er, dass in jeder der Kugeln Safina steckte. Mal schlief sie, mal weinte sie oder klopfte gegen die Kugelinnenwand. Serun war verdutzt, aber er wusste nun, was die Eule gemeint hatte. Es galt, die richtige Safina unter diesen vielleicht Hundert Safinas herauszufinden. Eine schwierige Aufgabe! Serun schloss für einige Sekunden die Augen und versuchte sich vorzustellen, wie seine Verlobte sich wohl in der Kugel verhalten würde. Es dauerte nicht lange und er wusste mit absoluter Gewissheit, dass sie, weil sie in dieser Situation wohl kaum schlafen konnte und weil sie sich selber beruhigen wollte, singen würde. Das tat sie immer, wenn sie ihre Angst und Verzweiflung unter Kontrolle bringen wollte. Die Kugeln am Baum wurden abgesucht, und es war die siebzehnte, in der eine singende Safina zu sehen war. Serun griff sich die rote Glaskugel und legte sie vor sich auf den Boden, worauf sie barst und die Frau freigab, die in rasendem Tempo zu ihrer normalen Grösse heranwuchs. Die beiden umarmten und herzten sich in überschwänglicher Freude, und Safina sagte: „Oh, Serun, was bin ich froh, dass du mich gefunden und gerettet hast. Ich musste stundenlang schmutzige Arbeiten für die Hexe erledigen.“</p>
<p>Serun gab ihr einen Kuss und erwiderte: „Meine Arme. Aber jetzt ist alles wieder gut. Komm, lass uns diesen schrecklichen Ort verlassen.“</p>
<p>„Warte“, hielt ihn Safina zurück. „Die Hexe schöpft ihre Kraft von einem gelben Steinchen, das sie ständig in der Hand hält, das habe ich genau beobachtet. Wir wollen es ihr nehmen, damit sie niemandem mehr etwas Böses antun kann.“</p>
<p>Der mutige Jüngling schlich sich also an die schlafende Hexe an, öffnete ihr die verkrampften, sehnigen Finger so geschickt, dass sie nicht erwachte und entnahm den Zauber-Stein. Das junge Paar machte sich glücklich auf den Heimweg und warf den Stein, damit er kein Unheil mehr anrichten konnte, in den See, aus dem Safina gewöhnlich ihr Wasser schöpfte. Kaum hatte das Steinchen jedoch die Wasseroberfläche berührt, tauchte ein grosser Krug mit Tausenden von Goldstückchen aus der Tiefe des Sees auf. Safina und Serun blickten einander freudestrahlend an und zogen den Krug eifrig aus dem Wasser.</p>
<p>Von diesem Tage an hatte die Familie Safinas genug Geld, um ihr ganzes Leben ohne Sorgen um das Morgen zu verbringen. Und Safina und Serun, die bald darauf heirateten, waren selbstlos genug, einen Teil der Goldstücke an die Bewohner ihres Dorfes zu verteilen. -</p>
<p>Seit der Rettung Safinas wird zum heiligen Fest ein Weihnachtsbaum aufgestellt und mit glänzenden Glaskugeln geschmückt. Er soll sowohl an die Geschichte von Safina und Serun erinnern wie auch an den Tag, an dem die beiden Glück und Wohlstand über ihr Dorf brachten. Und weshalb man zu Weihnachten singt, das muss ich jetzt auch nicht mehr erklären, oder?</p>
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		<title>Some newer and older paintings</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 15:16:42 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Kunst/art]]></category>
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<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04904.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-345" title="The Chameleon" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04904.jpg?w=300&#038;h=294" alt="" width="300" height="294" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0138.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-346" title="The Priestess" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0138.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0137.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-347" title="The Jungle Priestess" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0137.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf01431.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-349" title="Aphrodite" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf01431.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0290.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-350" title="Lady with Mask" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0290.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/tsc00671.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-351" title="The Naked" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/tsc00671.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gordonsblog.wordpress.com/343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gordonsblog.wordpress.com/343/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=343&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">The Priestess</media:title>
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			<media:title type="html">The Jungle Priestess</media:title>
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			<media:title type="html">Aphrodite</media:title>
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			<media:title type="html">Lady with Mask</media:title>
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			<media:title type="html">The Naked</media:title>
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		<title>Einige neue kreative Arbeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=333&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04990.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-334" title="Knochengeistchen - Die Lady in Rot" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04990.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0023.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-335" title="DSCF0023" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0023.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Knochengeistchen - Der Krieger" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0022.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-336" title="Kamelschädel und minotaurischer Stier, kreiert aus Abfall und Gipsbandagen" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dscf0022.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04992.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-337" title="Knochengeistchen - Die Fashion Lady" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04992.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/img_0025.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-338" title="Donnervogel von schräg vorne" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/img_0025.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/img_0027.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-339" title="Donnervogel von der Seite" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/img_0027.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gordonsblog.wordpress.com/333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gordonsblog.wordpress.com/333/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=333&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Knochengeistchen - Die Lady in Rot</media:title>
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			<media:title type="html">Kamelschädel und minotaurischer Stier, kreiert aus Abfall und Gipsbandagen</media:title>
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			<media:title type="html">Donnervogel von schräg vorne</media:title>
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			<media:title type="html">Donnervogel von der Seite</media:title>
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		<title>Grosse Cluster-Ketten und -Armbänder aus Silber und Edelsteinen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 19:10:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neu eingetroffen im Onlineshop www.alina-gordon.ch<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=325&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neu eingetroffen im Onlineshop <a href="http://www.alina-gordon.ch">www.alina-gordon.ch</a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04918.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-326" title="Kette mit Mondstein, Kristall, Perlen" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04918.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04921.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-327" title="Kette mit facettierten Amethysten" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04921.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04924.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-328" title="Kette mit facettierten Rauchquarzen" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04924.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04938.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-329" title="Armband mit Türkisen, Perlen und Aquamarinen" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04938.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04930.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-330" title="Armband mit Mondsteinen und Kristallen" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/04/dsc04930.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gordonsblog.wordpress.com/325/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gordonsblog.wordpress.com/325/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=325&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Illios über der Ägäis</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 18:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte/poems]]></category>
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		<description><![CDATA[An diesem Morgen hängt die Sonne wie ein goldener Diskus am aquamarinblauen Himmel. Die Luft ist vom hellen Kreischen der Möwen wie vom Klang einer Kirchglocke erfüllt. Die frische Brise, die sich spielerisch in meinen Haaren verfängt, ist angereichert mit dem Duft der Pinien, Olivenbäume und der Schafe, die unweit grasen. Ich sitze unter einem dieser knorrigen Olivenbäume und beobachte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=322&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An diesem Morgen hängt die Sonne wie ein goldener Diskus am aquamarinblauen Himmel. Die Luft ist vom hellen Kreischen der Möwen wie vom Klang einer Kirchglocke erfüllt. Die frische Brise, die sich spielerisch in meinen Haaren verfängt, ist angereichert mit dem Duft der Pinien, Olivenbäume und der Schafe, die unweit grasen.</p>
<p>Ich sitze unter einem dieser knorrigen Olivenbäume und beobachte die Wellen, die unermüdlich an die zerklüftete Bucht schlagen. Sie scheinen zu flüstern und zu wehklagen, und nachdem ich ihnen eine Weile zugehört habe, merke ich, wie aus ihren Stimmen schmerzvoll der Gesang der Verlorenen wächst, die einst, in der Zeit der Götter und Helden, mit ihren Schiffen die Ägäis durchkreuzten. Den Launen des Poseiden ausgesetzt, schlugen über so manches Schiff die Sturmwellen herein und die Unglücklichen versanken hilflos in der aufgewühlten Flut.</p>
<p>Mein Blick folgt dem quälenden Rhythmus des Wellenschlags, und in meinem Kopf gedeiht allmählich die Vorstellung, dass die Schaumkrönchen, die unaufhörlich vom Ufer zurück in die Tiefen des Meeres gespült werden, die Seelen der Gefangenen sind.</p>
<p>Als ich den Olivenbaum verlasse, klingt die fast menschliche Stimme der Brandung noch lange in meinen Ohren nach&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gordonsblog.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gordonsblog.wordpress.com/322/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=322&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hommage an Griechenland</title>
		<link>http://gordonsblog.wordpress.com/2011/03/28/hommage-an-griechenland/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 17:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte/poems]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Griechenland &#8211; Für mich bist du die Perle unter den Ländern dieser Welt. Es gibt keinen Tag, an dem ich mich nicht zu dir sehne, an dem ich nicht an dich denke. Über deiner Landschaft liegt etwas Erhabenes, Stolzes. Deine Anmut, deine Harmonie finden sich in jedem Stein, in jedem Strauch, ja selbst in jedem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=318&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Griechenland &#8211; Für mich bist du die Perle unter den Ländern dieser Welt. Es gibt keinen Tag, an dem ich mich nicht zu dir sehne, an dem ich nicht an dich denke. Über deiner Landschaft liegt etwas Erhabenes, Stolzes. Deine Anmut, deine Harmonie finden sich in jedem Stein, in jedem Strauch, ja selbst in jedem Krümelchen Erde wieder. Ich will sie aufsaugen wie einen Schwamm, diese Schönheit, will sie jeden Quadratmillimeter meines Herzens durchdringen und nie mehr von dort entweichen lassen.</p>
<p>Deine Luft ist gesättigt vom Duft des knorrigen Olivenbaumes, dessen Äste mich umfangen und mir Geborgenheit schenken. Umarme ich den Stamm des Ölbaums, fühle ich, wie Glück mich durchströmt  und sich ein stiller Friede auf meine Seele legt, der mich alles Böse vergessen lässt.</p>
<p>Berühre ich die Steine deiner alten Paläste und Heiligtümer, die einst, vor vielen Hunderten Jahren in der Blüte ihrer Pracht standen, so fühle ich die Kraft, die diese Säulen und Mauern umgibt, und Leben kehrt in die Ruinen zurück. Meine Fingerkuppen streichen den Reliefs historischer Darstellungen entlang oder erforschen die Ebenmässigkeiten einer Stele, die so sorgsam und kunstfertig gearbeitet wurde als käme sie direkt vom Olymp. Es ist der Zauber einer tiefen Liebe, der mir diesen wohligen Schauer den Rücken hinab jagt, wenn ich die Denkmäler griechischer Hochkultur berühre.</p>
<p>Selbst das griechische Meer ist schöner als das anderer Länder &#8211; so scheint es wenigstens mir. Die Wellen schlagen an die Felsen in wilder Herbe oder laufen sanft kräuselnd auf den Stränden aus.</p>
<p>Das Licht und das Meer. &#8211; Zwei Dinge, die zusammengehören wie die Eule zur Göttin Athene. Nirgends zaubert das Licht der Morgensonne eine mystischere Stimmung als wenn sich der goldene Lichtschleier über den Körper griechischen Bodens legt.</p>
<p>So schnell kann es gehen, dass ein Mensch sein Herz an ein Land verschenkt, das ihm in wenigen Tagen vertrauter geworden ist als die Heimat. Die Sehnsucht ist es, die mich so lange treiben wird, bis ich es wieder sehe: mein geliebtes Hellas.</p>
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		<title>Der Kristall</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 15:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gordonsblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten/short stories]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Mutter starb am 2. Dezember. Eine Woche später fand die Beerdigung statt und am Wochenende darauf begann ich, ihre Habseligkeiten aufzuräumen. Ich fing mit den Büchern an, sortierte sie in zwei Stapel. Den einen würde ich später ins Brockenhaus bringen, den anderen wollte ich behalten. Die Bücher widerspiegelten perfekt die Interessen meiner Mutter. Es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=314&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Mutter starb am 2. Dezember. Eine Woche später fand die Beerdigung statt und am Wochenende darauf begann ich, ihre Habseligkeiten aufzuräumen. Ich fing mit den Büchern an, sortierte sie in zwei Stapel. Den einen würde ich später ins Brockenhaus bringen, den anderen wollte ich behalten. Die Bücher widerspiegelten perfekt die Interessen meiner Mutter. Es waren vor allem Fachbücher zu den verschiedensten Themen, aber auch Biographien und Autobiographien. Keine Romane, nichts Erfundenes. Nur harte Fakten. Meine Mutter war immer der Ansicht gewesen, dass es Zeitverschwendung war, etwas zu lesen, was blosse Fantasie war. Konsalik? Ein romantischer Wiederholungstäter. Sheldon? Ein mordlustiger Fantast.</p>
<p>Ich überlegte gerade, ob die Abneigung meiner Mutter gegenüber Romanen von eigener Lese-Erfahrung oder von reinem Protest rührte, als ich hinter einem Berg von Fachzeitschriften ein Taschenbuch fand, das sehr nach einem Roman aussah. Ich blies den Staub fort, der sich im Laufe der Jahre wie ein Mantel um ihn gesponnen hatte, und musste husten. Wie lange hatte dieses Buch unberührt vor sich hin geschlummert? Mein Blick fiel auf den Titel:„Die Brücke am Fluss“. Auf der Umschlagseite war ein alt aussehendes Foto einer überdachten Holzbrücke abgebildet. Ich blätterte das Buch durch und stellte fest, dass es Eselsohren hatten und aussah, als ob es viele Male gelesen worden wäre. Das verblüffte mich doch sehr. Ich las den Text auf der Rückseite, der mich verschwommen an einen Film erinnerte. Ich kramte in den hintersten Winkeln meines Gehirns, um die Gesichter der Hauptdarsteller vor meinem inneren Auge zu materialisieren. Die Frau hatte eine markante Nase. War das nicht Meryl Streep gewesen? Und der Mann, dieser Fotograf, der ihr Kurzzeitliebhaber wurde, war aus Western bekannt. Wie hiess er noch gleich? Furchiges Gesicht und hervor stechende Wangenknochen. Mir kamen einige Namen in den Sinn, doch keiner schien zu passen. Wie ich es hasste, wenn ich eine Information aus meinem Hirn nicht abrufen konnte! Ich kam mir vor wie ein Fischer, der seine Angel auswirft, um im trüben See des Gehirn nach Wissensfetzen zu fischen. Ich warf die Angel noch einige Male aus und dann erwischte ich ihn, den Namen des Mannes! Es war Clint Eastwood! Ja genau, Meryl Streep und Clint Eastwood in diesem romantischem Liebesfilm mit tragischem Ende. Seltsam, dieses Buch passte so gar nicht zu den restlichen Werken und zur literarischen Einstellung meiner Mutter. Oder hatte sie es gar nicht gelesen? Aber wer dann? Mein Vater sicher nicht. Das Einzige, was er gelesen hatte, waren Zeitungen. Also wer? Da mir keine plausible Erklärung in den Sinn kam, legte ich das Buch auf den Stapel, den ich behalten wollte, und fuhr mit meiner Arbeit fort.</p>
<p>Das Verhältnis zu meiner Mutter war, wie soll ich sagen, nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut gewesen. Wir hatten uns selten gesehen. Als Kind hatte ich eine Amme, und als ich ins schulfähige Alter kam, wurde ich auf ein Internat geschickt, wo ich auch übers Wochenende blieb. Mein Vater war Einkäufer einer grossen Firma und fast das ganze Jahr über unterwegs. Meine Mutter war in der Forschung tätig und sah im Feierabend keinen Grund, mit der Arbeit aufzuhören.</p>
<p>Wenn ich in den Ferien heim kam, freute sich mein Vater immer ungemein, aber meine Mutter verhielt sich stets zurückhaltend . Sie organisierte jeweils ein Fulltime-Programm für mich: Tennis am Morgen, nachmittags Reitunterricht, Shopping mit Freundinnen oder Besuch bei meinen Grosseltern. Sie begründete diese Aktivitäten damit, dass es mir nicht langweilig würde, für mich jedoch fühlte es sich an, als ob meine Mutter mich loswerden wollte.</p>
<p>Wenn ich es mir recht überlegte, war mir schleierhaft, weshalb meine Mutter mich überhaupt zur Welt gebracht hatte. Vielleicht war ich ein Unfall, aber warum hatte sie mich dann nicht abgetrieben? Meine Mutter mit ihrer rational-pragmatischen Denkweise hätte mich ganz bestimmt abgetrieben, wenn sie mich nicht gewollt hätte. Aber das hatte sie nicht getan. Was also steckte dann dahinter? Vielleicht mein Vater; hatte mein Vater mich behalten wollen? Aber das sah meiner Mutter wiederum nicht ähnlich, dass sie etwas tat, nur um meines Vaters willen. Naja, jetzt war es jedenfalls zu spät, sich über solche Dinge den Kopf zu zerbrechen. Ich konnte niemanden mehr fragen.</p>
<p>Mein Vater war mit 53 an einem Herzinfarkt gestorben. Ich war schockiert und traurig, aber meine Mutter nahm die Hiobsbotschaft mit der ihr eigenen Gelassenheit auf. Ich hatte sie niemals weinen gesehen, und auch beim Tod meines Vaters blieben ihre Augen trocken. Sie organisierte die Beerdigung mit absoluter Gefasstheit, so als wäre sie eine entfernte Verwandte und nicht die Ehefrau des Verstorbenen. Als der Pfarrer die Gedenkfeier abhielt, zeigte das Gesicht meiner Mutter nicht die leiseste Regung. Es sah aus wie diese wachsfigurenhaft geglätteten, Botox gespritzten Gesichter der Filmschauspieler: starr und leblos. In diesem Moment hasste ich meine Mutter. Wieso konnte sie nicht einmal Gefühle zeigen? Wieso war sie selbst beim Tod ihres Mannes so kalt wie Eis? Konnte wirklich gar nichts diese Frau erschüttern?</p>
<p>Für sie war Gefühle-Zeigen mit Schwäche verbunden, und Schwäche musste unter allen Umständen vermieden werden. Diese Lebenshaltung wollte sie auch mir eintrichtern.</p>
<p>Als ich mit vier fürchterlich zu weinen anfing, weil ich mir das Knie aufgeschunden hatte, streute sie Salz in die Wunde und hiess mich den Schmerz lautlos auszuhalten, da sie mir sonst das Abendbrot streichen würde.</p>
<p>Als ich mich mit sechzehn unglücklich verliebte, tröstete sie mich nicht, sondern schalt: „Ich habe dir immer gesagt, du sollst deine Gefühle unter Kontrolle halten und nicht zulassen, dass du dich zu sehr zu jemandem hingezogen fühlst. Du hast nicht auf meine Worte geachtet, jetzt musst du die Konsequenzen tragen und deinen Schmerz erdulden.“</p>
<p>Tja, meine Mutter hatte mich nicht gerade in Watte eingepackt.</p>
<p>Ich nahm die letzen sechs Bücher aus dem Regel und sortierte sie. Jetzt war der Kleiderschrank im Schlafzimmer an der Reihe. Ich öffnete die schwere Doppelflügeltür und blickte auf eine farblich geordnete Highclass-Garderobe. Ich ging wieder gleich vor wie bei den Büchern: ein Stapel für mich, der andere fürs Brockenhaus. Ich hatte bereits die Pullover und Hosen sortiert, als zu meinem Erstaunen unter einem Stapel Spitzenunterhemden eine flache Holzschatulle zum Vorschein kam. Im Innern befand sich ein Samtbeutel und ein kleines, rotes Buch ohne Beschriftung. Ich öffnete zuerst den Beutel und liess den Inhalt in meine Hand fallen. Ein etwa zehn Zentimeter grosser, oval geschliffener Bergkristall lag glatt und kalt auf meiner Haut. Ich runzelte verblüfft die Stirn. Was machte ein Kristall in einer Holztruhe unter der Wäsche meiner Mutter? Neugierig griff ich zum Buch und blätterte es durch. Es war hauptsächlich leer, nur die ersten paar Seiten waren mit der präzisen Schrift meiner Mutter beschrieben. Ich setzte mich auf den Boden, lehnte mit dem Rücken gegen das Bett und begann zu lesen.</p>
<p>Die Woche, die alles veränderte. Forschungskongress England.</p>
<p>Er hält einen Vortrag über die neusten Errungenschaften in der Mikrobiologie. Ich höre nichts von dem, was er sagt. Ich sehe nur diese Lippen, diese Augen, das Haar, das ihm hin und wieder keck in die Stirn fällt und das er darauf sanft nach hinten streicht. Ich weiss selbst nicht genau, was mich veranlasst, meine Augen an ihn zu heften wie zwei Saugnäpfe. Man kann ihn nicht im klassischen Sinne schön nennen, aber irgendwie hat er etwas an sich, das – ich weiss nicht – auf eine sehr attraktive Art anregend ist. Ich muss ihn unbedingt kennen lernen. Am Apèro nach seinem Vortrag dränge ich mich zu ihm vor und strecke ihm die Hand entgegen, um ihm zu gratulieren. Als er sie ergreift, schaut er mir direkt in die Augen und für einen Moment steht die Zeit still, die Welt verstummt, Bewegungen erstarren. Ich sinke in das Schwarz seiner Augen, die mir wie zwei tiefe Teiche vorkommen. Mein Herz reagiert mit heftigem Herzklopfen. Traumtänzerisch schwebe ich in seinen Augen, bis wir beide gleichzeitig den Blick voneinander lösen und wir mit einem Schlag zurück in die Realität katapultiert werden. Wir schaffen es gerade noch, uns zum Nachtessen zu verabreden, bevor er von bekannten Professoren umringt und mir entzogen wird. Den Rest des Tages verbringe ich in einem Zustand tiefster Seligkeit. Die Minuten rinnen zähflüssig vorbei, und meine Konzentration ist wie eine Seifenblase zerplatzt. Ich spüre, dass sich etwas verändert hat in mir. Ich nur nicht genau, was.</p>
<p>Nach dem letzten Vortrag stürme ich aus dem Kongressgebäude, um möglichst schnell in mein Hotel zu kommen. Ich dusche ausgiebig und ziehe einen schwarzen Bleistiftjupe und ein enges, schwarzes Oberteil an. Ich knalle etwas mehr Lidschatten als sonst auf die Augenlider und lasse meine Haare in weichen Wellen über die Schultern fliessen.</p>
<p>Um 18 Uhr 55 gehe ich in die Lobby, wo er bereits wartet und mir charmant entgegen lächelt. Sein Lächeln fliegt mir zu, streichelt und umfängt mich liebevoll. Ein wohliger Schauer fährt über meinen Rücken. Sein Lächeln ist wie eine Einladung, ein warmes Versprechen. Wir stehen uns gegenüber und ich muss dagegen ankämpfen, mich nicht sofort in seine Arme zu werfen.</p>
<p>Nach einer warmen Begrüssung nehmen wir ein Taxi und fahren zu einem guten Restaurant.</p>
<p>Wir sitzen uns gegenüber und es ist, als ob wir uns schon immer gekannt hätten. Diese Vertrautheit habe ich so nie wieder erlebt. Es scheint, als ob wir zwei Teile desselben Stücks seien. Als ob wir zueinander gehören wie Topf und Deckel. Ich finde nicht die passenden Worte, um dieses Gefühl richtig auszudrücken. Ich weiss nur, dass es die stärkste Empfindung ist, die ich in meinem Leben gehabt habe und haben werde. Wir sitzen also da und erzählen uns aus unseren Leben, aber die meiste Zeit sehen wir uns einfach nur an, versinken in den Augen des anderen, klammern unsere Umwelt aus und wissen, dass wir zusammen gehören. Als Rationalist hätte ich es nie für möglich gehalten, dass es solche extremen Gefühle gibt. Über Liebeslieder habe ich mich stets geärgert, weil ich der Meinung war, dass sie kitschig und masslos übertrieben seien. Wenn mich Verehrer mit Liebesschwüren überhäuft haben, bin ich auf Abstand gegangen, weil mir ihr Getue einfach lächerlich vorgekommen ist. Und jetzt befinde ich mich selbst in solch einer Situation und komme mir überhaupt nicht lächerlich vor.</p>
<p>Das Ende des Abends hält uns nicht davon ab, auch die Nacht zusammen zu verbringen. Wie sind unzertrennlich. Die restlichen Tage des Kongresses verbringen wir zusammen und trennen uns nur, um auf die Toilette zu gehen. Es ist die schönste aber gleichzeitig auch die schrecklichste Zeit meines Lebens. Denn wir wissen beide, dass der Kongress einmal zu Ende sein wird und wir dann eine Entscheidung treffen müssen, die nicht einfach werden würde. Ich weiss, dass er meine grosse Liebe ist, aber ich bin verheiratet und mein Mann ist aus gutem Hause. Eine Scheidung würde viel Staub aufwirbeln und ein schlechtes Licht auf ihn und seine Familie werfen. Auch mein Liebster ist verheiratet und hat sogar schon eine kleine Tochter. Wenn er sich trennen würde, wäre nicht nur seine Frau, sondern auch sein Kind allein.</p>
<p>Wir diskutieren diese Probleme lange hin und her. Er ist ohne Zögern bereit, seine Familie für mich zu verlassen. Jetzt liegt die Entscheidung bei mir. Ich erbitte mir eine kurze Bedenkzeit und gehe dafür an den See, der in der Nähe des Hotels liegt.</p>
<p>Ich blicke ins Wasser und versuche, den Grund zu erkennen, doch ich sehe nur tiefste Schwärze.</p>
<p>„Sei stark! Zerstöre nicht zwei Beziehungen, nur weil du deine Gefühle nicht unter Kontrolle hast. Du bist noch nur verliebt und Verliebtheit vergeht. Sei vernünftig!“</p>
<p>Eine ganze Stunde verpasse ich mir selbst eine solche Gehirnwäsche, bis ich mich stark genug fühle, ihm vor die Augen zu treten und es ihm zu sagen.</p>
<p>Er macht den Eindruck, als ob ich ihm ein Messer in die Brust gejagt hätte. Ich wende meinen Blick ab, ich kann es nicht länger ertragen, sein trauriges und enttäuschtes Gesicht zu sehen. Meine Augen sind gefüllt mit Tränen, ich beisse mir auf die Innenseite meiner Wangen, um nicht zu schluchzen anzufangen.</p>
<p>„Du willst also, dass wir vergessen, was zwischen uns passiert ist. Du willst, dass wir in unser Leben zurückkehren und so tun, als ob nichts gewesen sei?“, fragt er ungläubig.</p>
<p>Ich habe Mühe, nicht zu weinen.</p>
<p>„Nein, ich will nicht, dass wir das hier vergessen. Und du weißt sehr genau, dass das auch gar nicht möglich ist. Wir werden uns immer an diese wunderbaren, kostbaren Momente erinnern und sie in unserem Herzen tragen wie einen Schatz. Aber ich will nicht, dass wir unsere Beziehungen zerstören. Wir wissen schliesslich nicht genug voneinander, um sicher zu sein, dass es mit uns klappen würde. Wer garantiert dir, dass wir uns nach 5 Jahren nicht auf die Nerven gehen werden?“</p>
<p>„Du glaubst also, unsere Liebe sei nicht stark genug, um den Alltag zu meistern?“</p>
<p>Jetzt laufen mir tatsächlich die Tränen in dünnen Rinnsalen über die Wangen und tropfen auf mein teures Chanel-Kleid.</p>
<p>„Ich weiss nicht, was ich glaube. Ich weiss nur, dass ich dich so stark liebe, dass es schmerzt .“</p>
<p>Damit stürme ich aus seinem Zimmer.</p>
<p>Ich verbringe eine schlaflose Nacht, weine in mein Kissen, bis ich nicht mehr kann.</p>
<p>Am nächsten Morgen verlasse ich sehr früh das Hotel, um nach Hause zu fliegen. Für meinen Liebsten hinterlasse ich eine Nachricht, auf der nichts weiter steht als: „Ich liebe dich und werde dich immer lieben.“</p>
<p>Ich liess das Büchlein auf meinen Schoss sinken, und strich die Träne fort, die sich aus meinem Auge geschlichen hatte. Ich hatte meine Mutter eben von einer komplett anderen Seite kennen gelernt. Wie hatte sie ihre grosse Liebe gehen lassen können. Warum hatte sie nicht auf ihr Herz gehört? Bestimmt war sie deshalb so verbittert geworden, weil sie ein Leben geführt hatte, das sie eigentlich gar nicht wollte. Durch die Lektüre dieses kleinen Büchleins verstand ich den Charakter meiner Mutter viel besser. Wie sehr musste sie gelitten haben, und das alles nur, weil sie die Vernunft über das Herz gestellt hatte.</p>
<p>Ich schlug eine Seite des Büchleins um und fand einen weiteren, letzten Eintrag.</p>
<p>3 Monate später</p>
<p>Ich bin schwanger.</p>
<p>Weiter stand da nichts. Doch plötzlich war ich nicht mehr sicher, ob ich die Tochter des Mannes war, den ich als meinen Vater gekannt hatte.</p>
<p>Ich legte das Büchlein beiseite und nahm erneut den Kristall zur Hand. Welche Rolle spielte er bei dieser Geschichte? Hatte meine Mutter ihn von IHM bekommen?</p>
<p>Ich klemmte ihn zwischen Zeigefinger und Daumen und hielt ihn gegen das Licht. Vorher hatte ich es nicht bemerkt, aber nun sah ich, dass die schleierartigen Einschlüsse in seinem Innern aussahen wie zwei Menschen, die sich umarmen.</p>
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		<title>Stunning India &#8211; The South</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 20:34:15 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Reisen/travelling]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03613.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-300" title="Temple of Thiruchirapalli" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03613.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03641.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-301" title="Love that place, hall of horses, Tiruchirapalli" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03641.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03893.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-302" title="Me at Brihadeshwarar Temple" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03893.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03955.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-303" title="Old palace of Tanjore" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc03955.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04041.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-304" title="Mahabalipuram" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04041.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04253.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-305" title="I could be one of them, couldn't I?" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04253.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04076.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-306" title="Beautiful Kallasanatha Temple" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04076.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04504.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-307" title="At the Badami caves" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04504.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04358.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-308" title="Hampi" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04358.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04734.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-309" title="Beautiful Hoysalan temple carving" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04734.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04885.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-310" title="Maharaja Palace, Mysore" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dsc04885.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dscf0049.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-311" title="Very green countryside" src="http://gordonsblog.files.wordpress.com/2011/01/dscf0049.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gordonsblog.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gordonsblog.wordpress.com/299/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gordonsblog.wordpress.com&amp;blog=4682577&amp;post=299&amp;subd=gordonsblog&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Temple of Thiruchirapalli</media:title>
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			<media:title type="html">Love that place, hall of horses, Tiruchirapalli</media:title>
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			<media:title type="html">Me at Brihadeshwarar Temple</media:title>
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			<media:title type="html">Old palace of Tanjore</media:title>
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			<media:title type="html">Mahabalipuram</media:title>
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			<media:title type="html">I could be one of them, couldn&#039;t I?</media:title>
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			<media:title type="html">Beautiful Kallasanatha Temple</media:title>
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			<media:title type="html">At the Badami caves</media:title>
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			<media:title type="html">Hampi</media:title>
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			<media:title type="html">Beautiful Hoysalan temple carving</media:title>
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			<media:title type="html">Maharaja Palace, Mysore</media:title>
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			<media:title type="html">Very green countryside</media:title>
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